Wandertage/Exkursionen

Klassenfahrt der 5. Klassen nach Mühlhausen

Am 27.6.2022 trafen sich 63 aufgeregte Kinder aus den drei fünften Klassen auf dem Schulhof unseres Gymnasiums, um gemeinsam mit ihren Lehrer/innen Frau Roßbach-Hennemeier, Frau Heubner, Frau Lamer sowie Herrn Hoffmann und Herrn Reichardt die Reise nach Mühlhausen anzutreten.

Wir fuhren ca. zweieinhalb Stunden mit dem Doppelstockbus, bevor wir Halt im Nationalpark Hainich machen. In zwei Gruppen erkundeten wir in den „Thüringer Urwald“, beantworteten Quiz-Fragen über die dortige Pflanzen- und Tierwelt und wurden am Ende mit der Entdeckung des Hainich-Schatzes belohnt.

Nach dem Mittagessen wollten wir eigentlich noch den berühmten Baumkronenpfad besteigen, doch ein unverhofft heftiger und langanhaltender Regen sorgte dafür, dass wir unseren Ausflug abbrechen mussten.  Das war sehr schade.

Wir fuhren weiter zu unserer Jugendherberge in Mühlhausen, packten die Koffer aus und bezogen die Betten. Als der Himmel wieder klarer wurde, spielten wir bis in den Abend hinein auf dem großen Außengelände unserer Herberge mit unseren Freunden und den Lehrern verschiedene Spiele und hatten dabei eine Menge Spaß. Ab 22.00Uhr war Nachtruhe.

Mit einem leckeren Frühstück starteten wir in den zweiten Tag. Dann bekamen wir Besuch von zwei „Rittern“, die uns viel Wissenswertes über das Mittelalter berichteten. Ritter Justus erklärte am Modell der Wartburg wie eine mittelalterliche Burg aufgebaut ist, während Ritter Tobias uns erläuterte, welche Rüstungen die Ritter trugen und mit welchen Waffen sie die Burgen verteidigten. Außerdem erfuhren wir etwas über die mittelalterliche Ständegesellschaft, durften uns selbst im Speerwurf ausprobieren und bastelten Kartenspiele nach alter Vorlage. Laut und schnell ging es schließlich zu beim mittelalterlichen Kreisspiel „Löffel abgeben“.

Nach dem Mittagessen wanderten wir gemeinsam zur Thüringen-Therme. Viel zu schnell verging dort die Zeit beim   Rutschen, Turmspringen, Schwimmen und Wasserballspielen. Nach einem leckeren Eis liefen wir zur Herberge zurück und stärkten uns beim Abendessen für die nächste Spielerunde: Kartenspiele, Tischtennis, Fußball, Badminton, Basketball, Billard und Ball über die Schnur – hier war für jeden von uns etwas dabei.

Am Mittwochmorgen packten wir unsere Koffer, räumten unsere Zimmer auf und warteten nach dem Frühstück auf die Busse, die uns wieder nach Bad Lobenstein bringen sollten. Etwa um 09:30Uhr traten wir die Heimreise an. Pünktlich zum Ende der sechsten Stunde erreichten wir die Schule, wo unsere Eltern und Großeltern uns schon erwarteten.   

Es war eine sehr schöne und spaßige Klassenfahrt.

Text: Jasmin und Hermann, 5c  
Bad Lobenstein, Juli 2022

Aus dem Urwald Hainich ...

Klasse 6a auf der Wartburg/Eisenach

… sendet liebe Grüße die Klasse 6a sowie Herr Hoffmann und Frau Stumpf.
11. Juli 2022


Buttermarathon und Streichelabenteuer im Kuhstall – ein Projekttag der Klasse 6a rund um die Milch

Am 24.5.2022 trafen wir uns auf dem Schulhof des Gymnasiums und machten uns auf den Weg nach Helmsgrün. Auf dem Weg dorthin haben wir viele großartige Dinge gesehen, wie zum Beispiel wunderschöne Schmetterlinge oder herrliche Blumen und Pflanzen.

Nach einer halben Stunde sahen wir schon das Schild vom Biohof Steinbock. Dort angekommen, haben wir unsere Rucksäcke abgestellt und erstmal gefrühstückt. Es gab Semmeln, verschiedene Aufstriche, Holundersirup und natürlich Milch von den hofeigenen Kühen. Als dann alle aufgegessen hatten, kam die Bäuerin Johanna zu uns, um uns die Stallanlage zu zeigen.

Zuerst sind wir zu den Schafen gegangen. Das Besondere ist, dass es die kleinste Schafrasse der Welt ist. Wir durften die kleinen Lämmer auch mal hochnehmen und streicheln. Ihr Fell war flauschig und richtig weich.

Als nächstes dürften wir zu den kleinen Kälbchen. Manche waren erst 1 bis 5 Tage alt. Dort mussten wir richtig leise sein, um die Kälbchen nicht zu erschrecken. Denn das wäre zu großer Stress für sie. Also war die gesamte 6a total leise. Welch seltenes Ereignis! Uns wurden viele Dinge erklärt, was sie fressen und warum sie so früh von den Mutter-Kühen wegkommen. Wir hätten viel weniger Milch, wenn man das nicht so machen würde. Jeder dürfte in die Box eines kleinen Kälbchens und es streicheln.

Schließlich ging es weiter zu den etwas älteren Kälbchen, denn nach einer Woche dürfen die Kleinen in den „Kälber-Kindergarten“ und dort mit den anderen zusammen sein. Wir durften sie füttern und hörten nebenbei viel über die tägliche Arbeit auf einem Bauernhof.

Danach sind wir zu den großen Kühen und der Melkstation gegangen. Dort waren überall Schwalbennester und aus der Nähe waren die Kühe größer als gedacht. Kühe sehen uns nur in Umrissen und schwarz-weiß, wie wir erfuhren. Und wir hörten auch, dass die Milchkühe zweimal am Tag zur Melkstation laufen und danach wieder auf die Weide rausgehen. Dafür legen sie insgesamt 8 Kilometer zurück. In der Melkstation macht die Melkerin früh um 6 Uhr das Radio an, da wissen die Kühe, dass es losgeht, und sie sind durch die Musik beruhigt. 

Anschließend sind wir noch zu den Hühnern, zu den Hasen und zu den Mini Shetland Ponys gegangen. Wir haben versucht ein Huhn zu fangen, aber keinem ist es gelungen.

Dann wurden die Gruppen eingeteilt, ein paar Jungs sind mit Bauer Henning auf die Weide gegangen, um zu sehen, was dort an vielfältigen Aufgaben ansteht.

Der Rest der Klasse teilte sich auf, um Butter, Mozzarella oder Frischkäse selbst herzustellen. Die Butter zu machen, war sehr schwer, sehr lang muss man stampfen oder mit dem Butterrädchen drehen, bis sich das Feste aus dem Milchrahm löst.

Frischkäse geht einfacher, da wird der Saft einer Zitrone in heiße Frischmilch gegossen und dann mit einem Löffel verrührt. Es geht statt Zitrone auch Apfelessig. Dann flockt das Milcheiweiß zusammen und ergibt eine klumpige Masse, die mit einem Sieb von der übrigen Molke getrennt wird. Die Molke kann man den Hühnern geben. Das Feste wird mit frischer Sahne verfeinert und verrührt, bis es eine cremige, homogene Masse ergibt. Jetzt kommen noch Salz und Gewürze, frische Kräuter oder getrocknete Blüten hinzu, je nach Geschmack.

Der Mozzarella geht zu Beginn genauso in der Herstellung. Man gibt Essig an die heiße Frischmilch. Nur dass dann die feste Masse noch feiner gemacht wird, indem man die restliche Flüssigkeit durch ein Mull-Tuch presst und schließlich etwas Salz hinzugibt.

Schließlich hat uns sogar unsere frühere Lehrerin Christin Heyne einen Überraschungsbesuch abgestattet und zugeschaut, was wir machen. Eine große Freude!

Auf einmal fing es an zu regnen. Wir mussten uns schnell beeilen, um alle Sachen unter ein Scheunendach zu bringen. Dann kamen auch schon die Jungs und haben für uns einen köstlichen Bananen-Milchshake gemacht. In der Scheune haben wir dann auch Mittag gemacht. Es gab richtig leckere Kartoffeln mit zweierlei Fischstäbchen, normale und vegetarische, dazu gab es sogar noch einen kleinen Salat.

Als dann alle fertig waren mit Essen, hat uns der Bauer Henning noch viel Wissenswertes über den Biohof erzählt und wir konnten viele Fragen stellen. Von „Ökoherz“ bekamen wir zum Abschied einen Jutebeutel mit Leseheften und Bleistiften mit. Die Lehrerinnen, die uns begleiteten, waren Frau Stumpf und Frau Wunderlich. Beide bekamen zum Abschied eine Packung Eier und eine Flasche frisch gemolkenen Milch. Dann war’s leider auch schon wieder soweit und wir mussten gehen. Wir haben uns auf den Weg zur Busstation gemacht und sind mit einem guten Gefühl zurück zur Schule gefahren.

Luisa Kluge, Lina Steinbock, Pia-Juleen Neuwirth, Luna Ulitzsch
Bad Lobenstein, Juni 2022

Berlinfahrt 2021

Jedes Jahr fahren die 10ten Klassen unserer Schule nach Berlin, in die Hauptstadt unseres Landes. Auch wir, die 10er des aktuellen Schuljahres 2021/22, durften ein solches Event erleben.

Los ging es am Dienstag dem 21.09. Schon früh, gegen acht Uhr, legten wir, mit einem Bus voller Aufregung, in Bad Lobenstein ab. Uns stand eine lange Busfahrt bevor, doch die Zeit verflog. Die erste Attraktion unserer Schulexkursion war die „Biosphäre“ in Potsdam, dort gab es eine Darstellung des tropischen Regenwaldes zu bestaunen. Erst zu später Nachmittagsstunde kamen wir am „Plus Hostel“ in Berlin an. Durchströmt von Erwartungen bezogen wir die Zimmer, doch jegliche Hoffnung auf Luxus wurde schnell getrübt. Noch am selben Tag starteten wir in Berlin durch und erkundeten die Stadt, schließlich hatten wir nun vier Tage Zeit. Um einen Überblick und eine grobe Orientierung in den scheinbar unendlichen Weiten zu erlangen, unternahmen wir zu Beginn des zweiten Tages eine Stadtrundfahrt. Die auf uns einbrechenden Eindrücke schienen fremd und unnahbar, da wir alle aus ländlichen Regionen kommen. Auch das Bewegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln war uns nicht vertraut, dennoch meisterten wir das alle mit Bravour. Das uns bei der Stadtrundfahrt vermittelte Bild bestätigte sich als wir den Berliner Fernsehturm besuchten. Diese Aussicht, die wir dort genossen, zeigte uns die Stadt aus einer neuen Perspektive. Atemberaubend! Ein weiteres Oberthema, welches uns während der Klassenfahrt nährgebracht wurde, war die einstige Teilung Berlins in Ost und West. Zur Veranschaulichung dienten Besuche in Museen und historischen Orten wie dem „Tränenpalast“, welcher ein Grenzübergang war, sowie der „East Side Gallery“, ein verbliebenes Stück der Berliner Mauer. Ein bedrückendes Gefühl darüber nachzudenken.

Ähnlich negativ ist die aktuelle Coronalage, weswegen das Planen von Museumsbesuchen nur bedingt möglich war, weshalb wir viel Freizeit in Eigengestaltung genießen konnten. Dadurch war es uns möglich, in kleineren Gruppen Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Die Zeit in unserer Bundeshauptstadt verging wie im Flug und am Freitag dem 24.09. traten wir nach einem Besuch des Spectrums mit seinen zahlreichen praktischen Einblicken in die Naturwissenschaft die Heimreise an, gesund und vollständig erreichten wir die Heimat.

Innerhalb der vier Tage konnten wir jedoch nur einen Bruchteil der Stadt kennenlernen und nahmen viele neue Eindrücke und Erfahrungen aus der Großstadt mit zu uns aufs Land.

Rückblickend war es eine unvergessliche Zeit, die das Klassengefühl und den Zusammenhalt stärkte.