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Jugend debattiert: Schulwettbewerb am Christian-Gottlieb-Reichard-Gymnasium im Jahr 2026

Am 06. Januar 2026 fand am Christian-Gottlieb-Reichard-Gymnasium der diesjährige Schulwettbewerb von „Jugend debattiert“ statt. In insgesamt vier Debatten stellten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ihr Können in den Bereichen Argumentation, Ausdrucksvermögen und Gesprächsfähigkeit unter Beweis.

In der Altersklasse I wurden zwei Debatten durchgeführt. Diskutiert wurden die Fragen, ob Kupfergeld als gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland abgeschafft werden sollte und ob Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen sollten.      

Die Teilnehmenden argumentierten engagiert, sachlich und mit klaren Standpunkten.    
Die Platzierungen in der Altersklasse I lauten:

  • 1. Platz: Emilia F.
  • 2. Platz: Sophia M.
  • 3. Platz: Maximilian L.
  • 4. Platz: Stella W.

Auch die Altersklasse II bot zwei anspruchsvolle Debatten. Hier setzten sich die Debattierenden mit den Fragen auseinander, ob ein elternunabhängiges BAföG für alle Studierenden eingeführt werden sollte, sowie damit, ob schriftliche Prüfungen für den Schulabschluss am Computer geschrieben werden sollten.

Die Debatten zeichneten sich durch differenzierte Argumente und ein hohes sprachliches Niveau aus.  
Die Ergebnisse der Altersklasse II:

  • 1. Platz: Leni V.
  • 2. Platz: Esra G.
  • 3. Platz: Cheyenne S.
  • 4. Platz: Lina S.

Bewertet wurden die Debatten von einer Jury nach den offiziellen Kriterien von Jugend debattiert. Ein herzlicher Dank gilt allen Debattantinnen und Debattanten sowie Frau Schlitter und Clara L. für ihre engagierte und kompetente Jurorentätigkeit.

Der Schulwettbewerb zeigte eindrucksvoll, wie wichtig sachliche Diskussionen und der respektvolle Austausch unterschiedlicher Meinungen sind. Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihren Leistungen und wünschen den Platzierten viel Erfolg für die kommenden Wettbewerbsrunden!

 

Madlen Ziermann – Schulkoordinatorin Jugend debattiert 

(Januar 2026)

 

Jugend debattiert- Clara und ihr Weg nach Berlin

Schritt für Schritt hat sich Clara L. aus der Klassenstufe 9 durch die verschiedenen Ebenen des Debattierwettbewerbs gekämpft. Beim Schulwettbewerb erzielte sie einen soliden vierten Platz und qualifizierte sich für den Regionalausscheid in Gera. Dort überzeugte sie erneut und erreichte den zweiten Platz. Als Regionalsiegerin nahm sie am Seminar in Weimar teil, vertiefte ihre rhetorischen Fähigkeiten und bereitete sich intensiv auf die nächste Herausforderung vor. Mit der Landesqualifikation in Jena stand sie einer starken Konkurrenz gegenüber und sammelte wertvolle Erfahrungen auf höherem Wettbewerbsniveau. Nun steht die nächste Etappe bevor: Das Landesfinale, in dem Argumentationsstärke, Überzeugungskraft und Sachkenntnis erneut gefragt sind.

Der Morgen des Landesfinales, der 22. April 2025, begann mit gespannter Vorfreude. Um 9:30 Uhr startete die Fahrt nach Erfurt. Clara und sieben weitere Schülerinnen, die sich ebenso im Schul-  und Regionalwettbewerb oder als Schülerjuror engagiert haben, begaben sich gemeinsam auf den Weg zum Landesfinale. Gegen Mittag erreichten wir mit Frau Ziermann die Landeshauptstadt und meldeten uns im Thüringer Landtag an. Clara hat sich in der Zeit schon auf ihre Debatte konzentriert und sich mit ihren Mitdebattantinnen vorbereitet.

Vor Beginn der Debatten hat eine Führung durch den Landtag faszinierende Einblicke in dessen Geschichte und Architektur ermöglicht. Besonders beeindruckend war die untere Etage, die einst im Zweiten Weltkrieg als Verlies genutzt wurde. Die Architektur des Gebäudes wurde bewusst so gestaltet, dass sie an diese Zeit erinnert und dazu beiträgt, einen Teil der Geschichte lebendig zu halten.

Beim Rundgang sind wir sogar bekannten Persönlichkeiten begegnet, darunter Bodo Ramelow, der von 2014 bis 2024 das Amt des Ministerpräsidenten von Thüringen innegehabt hat und seit März 2025 als Vizepräsident des Deutschen Bundestages tätig gewesen ist. Auch Thadäus König, der seit September 2024 das Amt des Präsidenten des Thüringer Landtags übernommen hat, ist uns begegnet. Zuvor hat er als Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerks Thüringen gearbeitet und sich in verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Funktionen engagiert. Außerdem haben wir Christian Tischner getroffen, der seit Dezember 2024 als Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur gewirkt hat. Davor hat er als Gymnasiallehrer gearbeitet und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an mehreren Universitäten geforscht. Es war ein unerwarteter, aber aufregender Moment.

Clara L. im Thüringer Landtag

Nach der Tour wuchs die Spannung. Dann war es endlich soweit: Der Plenarsaal des Thüringer Landtags wurde für die Debatten eröffnet. Wir, als Zuschauer, haben im Plenarsaal gesessen, und die Besucher haben die Debatten von den Emporen aus angeschaut. Ein bedeutender Augenblick für Clara, dort zu stehen, wo sonst politische Entscheidungen getroffen werden.

Der Wettbewerb teilte sich in zwei Altersgruppen (Altersgruppe 1: Klasse 8–9 und Altersgruppe 2: Klasse 10–13), die jeweils eigene Debattenthemen erhielten. Die erste Altersgruppe beschäftigte sich mit der Frage: „Sollte eine Pflicht zur Blutspende eingeführt werden?“ Die vier Teilnehmerinnen lieferten sich einen engagierten Austausch. I. A. vom Hannah-Arendt-Gymnasium in Erfurt erreichte den ersten Platz, Clara L. vom Christian-Gottlieb-Reichard-Gymnasium in Bad Lobenstein folgte auf Rang zwei.    
In der zweiten Altersgruppe setzte sich E. P. vom Ratsgymnasium in Erfurt durch, während I. O. vom Leibniz-Gymnasium in Leinefelde den zweiten Platz belegte. Die Debatten begannen um 13:30 Uhr und endeten um 16:00 Uhr. Zwischen den Runden gab es kurze Pausen, nach der zweiten Debatte eine etwas längere, bevor die Ergebnisse bekanntgegeben wurden. Alle Teilnehmenden erhielten Urkunden, überreicht von Landespräsident Dr. Thadäus König, Bildungsminister Christian Tischner und dem Leiter von Jugend debattiert, Dr. Jan Jonathan Bock. Ein besonderer Moment folgte für die Finalistinnen: Ein kurzes Fotoshooting krönte ihren Erfolg.  
Clara L. schrieb Geschichte, indem sie als erste Schülerin des Christian-Gottlieb-Reichard-Gymnasiums das Finale in Berlin erreichte. Zur Feier lud uns Frau Ziermann zum Eis essen auf dem Domplatz ein. Ein ereignisreicher Tag voller neuer Eindrücke und triumphaler Momente ging zu Ende. Die Heimreise war geprägt von Freude über Claras herausragende Leistung. Wir sind gespannt, wie die Reise weitergeht und wünschen Clara für das Bundesfinale im Juni 2025 in Berlin nur das Beste.

 

Talena J., Sally M., Annelie R., Lina S., Leni V. und Nelli G.

(April 2025)

Schulsanitätsdienst stellt sich beim Reichardfest vor – Ein Tag voller Engagement und Teamgeist

Am diesjährigen Reichardfest hatte unser Schulsanitätsdienst die großartige Gelegenheit, sich mit einem eigenen Stand zu präsentieren und seine wertvolle Arbeit vor den Eltern, Verwandten und Freunden der Schulgemeinschaft vorzustellen. Unsere engagierten Schülerinnen und Schüler, die wöchentlich an der AG teilnehmen, um sich in Erster Hilfe ausbilden zu lassen, konnten dabei ihre bereits erlernten Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Unter der fachkundigen Leitung der Ausbilder Christian Grüner und Ian-Marc Smith betreuten die Schülerinnen und Schüler die Station und demonstrierten den Festbesuchern anschaulich, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im Notfall ergriffen werden sollten. Sie gaben praktische Einblicke in ihre Kenntnisse und luden die Besucher ein, sich aktiv an nachgestellten Erste-Hilfe-Situationen zu beteiligen, um ein besseres Verständnis für die Maßnahmen zu entwickeln, die im Ernstfall entscheidend sein können.

Für ihren großartigen Einsatz erhielten die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes als Anerkennung eine Urkunde. Darüber hinaus bekamen sie vom Deutschen Roten Kreuz einen Erste-Hilfe-Rucksack, um ihre Arbeit als Schulsanitäter/innen aufnehmen zu können. Dieser dient nicht nur als wertvolles Hilfsmittel bei zukünftigen Erste-Hilfe-Einsätzen, sondern ist auch ein Zeichen der Wertschätzung für die geleistete Arbeit und das Engagement.

Unter dem Motto „Wahre Helden helfen bei uns – Werde auch Teil des Teams“ begeisterten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Ausbildern Ian und Christian die Besucher und verdeutlichten, wie wichtig es ist, im Notfall schnell und richtig zu handeln. Der Tag bot zudem einen einzigartigen Einblick in die Arbeit des Rettungsdienstes: Die Besucher hatten die Möglichkeit, einen Rettungswagen von innen zu besichtigen und von Ian, einem erfahrenen Rettungsdienstmitarbeiter, spannende Details über die Arbeit im Rettungswesen zu erfahren.

Neben der Vorstellung des Schulsanitätsdienstes erhielten die Besucher auch wertvolle Informationen über die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes und der Wasserwacht. Besonders die ehrenamtliche Arbeit der Wasserwacht, die von vielen engagierten Freiwilligen getragen wird, beeindruckte die Anwesenden und weckte die Hoffnung, dass sich bald wieder mehr Helfer in diesem wichtigen Bereich engagieren.

Der Tag war ein voller Erfolg und ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für Erste Hilfe und ehrenamtliches Engagement zu fördern. Wir sind stolz auf unsere Schulsanitäter/innen und danken allen, die an diesem besonderen Ereignis teilgenommen haben!

 

J. Oelschlegel

 

Wahltag: Juniorwahl zur Bundestagswahl 2025 an unserem Gymnasium

Am Dienstag, den 18. Februar 2025, fand an unserem Gymnasium die Juniorwahl zur Bundestagswahl statt. Diese Wahlsimulation ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, den Wahlprozess realitätsnah zu erleben und sich intensiv mit politischen Themen auseinanderzusetzen – ganz im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl am 23. Februar 2025.

Vorbereitung und Organisation

Die Juniorwahl wurde vom Sozialkunde-Kurs der 11. Klasse organisiert. Bereits einige Tage zuvor begannen die Vorbereitungen: Die Namen wurden ins Wählerverzeichnis aufgenommen, Wahlbenachrichtigungen verteilt und Klassenlisten geführt. Wahlberechtigt waren alle Schülerinnen und Schüler der 9. bis 12. Klassen, insgesamt 177 Personen. Einige Klassen nutzten den Sozialkunde-Unterricht, um sich ausgiebig mit dem Wahlablauf, der Bedeutung von Erst- und Zweitstimme sowie den Positionen der Parteien auseinanderzusetzen.

Der Wahltag

Das Wahllokal, ein eigens eingerichteter Raum an unserer Schule, öffnete um 9:00 Uhr und schloss um 12:00 Uhr. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wurden feste Zeitfenster für die Stimmabgabe eingeplant. Insgesamt standen vier Wahlkabinen bereit, die vom Wahlvorstand und den Wahlhelfern zuvor aufgebaut worden waren. Der Wahlvorstand, bestehend aus Mara W. und Moritz O., wurde bereits im Vorfeld demokratisch von den Schülerinnen und Schülern des leitenden Sozialkunde-Kurses gewählt. Während der Wahldurchführung wurden sie pro Klasse immer von jeweils 2 wechselnden Wahlhelfern des Kurses unterstützt. Ihre Aufgaben umfassten die Überprüfung der Wahlbenachrichtigungen und Ausweise sowie die Verwaltung der Wahlurne. Besondere Sorgfalt wurde darauf gelegt, dass die Wahlgrundsätze – geheim, gleich, frei, direkt und allgemein – eingehalten wurden. Nach Ende der Wahl wertete der Sozialkunde-Kurs die Stimmen aus. Die Wahlbeteiligung lag bei sehr zufrieden stellenden 80,79 %.

Abb. 1: Endergebnis Juniorwahl 2025 (Erststimme) am Gymnasium Bad Lobenstein, Quelle: https://portal.juniorwahl.de/onlineportal/
wahlergebnisse/bundestagswahl-2025/32/

Die Wahlergebnisse

In der Erststimme erhielt Prof. Dr. Michael Kaufmann (AfD) mit 31,9 % die meisten Stimmen, gefolgt von Mandy Eißing (DIE LINKE) mit 29,0 % und Diana Herbstreuth (CDU) mit 21,0 %.

Abb. 2: Endergebnis Juniorwahl 2025 (Zweitstimme) am Gymnasium Bad Lobenstein, Quelle: https://portal.juniorwahl.de/onlineportal/
wahlergebnisse/bundestagswahl-2025/32/

Bei den Zweitstimmen führte die AfD mit 31,9 %, dicht gefolgt von der LINKEN mit 29,7 %. Die CDU erreichte 13,0 %, während SPD und BSW jeweils 9,4 % der Stimmen erhielten. Vergleicht man diese Ergebnisse mit den deutschlandweiten Juniorwahlergebnissen, zeigen sich einige Besonderheiten: Während AfD und LINKE an unserer Schule besonders stark abschnitten – die AfD sogar mit mehr als doppelt so vielen Stimmen – ,erzielten die Grünen bundesweit deutlich höhere Stimmenanteile. Zudem konnten Parteien, die auf Bundesebene an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert wären, wie das BSW, bei unserer schulinternen Wahl spürbar mehr Wähler überzeugen und diese Hürde klar überschreiten.

Abb. 3: Endergebnis Juniorwahl 2025 (Zweitstimme) bundesweit, Quelle: https://www.juniorwahl.de/bundestagswahl

Fazit

Die Juniorwahl ermöglichte es allen Beteiligten, demokratische Prozesse direkt zu erleben und sich intensiv mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Sie trug maßgeblich zur politischen Meinungsbildung bei und bereitete die Schülerinnen und Schüler auf ihre zukünftige Wahlbeteiligung vor. Als Wahlvorstand möchten wir uns herzlich bei allen Wahlberechtigten für ihre Teilnahme bedanken. Ein besonderer Dank gilt den engagierten Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sowie unserer Sozialkundelehrerin Frau Ziermann, deren Unterstützung dieses Projekt erst möglich gemacht hat.

 

Ihr Wahlvorstand

(Februar 2025)

Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ am Christian Gottlieb Reichard Gymnasium

Am 14. Januar 2025 fand am Christian Gottlieb Reichard Gymnasium in Bad Lobenstein der mit Spannung erwartete Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ statt. In der Altersklasse 1, bestehend aus Debattanten der Klassenstufe 9, traten die Schülerinnen und Schüler in lebhaften Diskussionen zu zwei aktuellen Debattenfragen an: „Soll unsere Schule eine Kooperation mit einer Schule in Israel eingehen?“ und „Soll die Bewertung von Gruppenleistungen gegenüber Einzelleistungen in der Schule höheres Gewicht bekommen?“

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Argumentationsfähigkeiten und Rhetorik unter Beweis zu stellen. Die Debatten waren geprägt von respektvollem Austausch und tiefgehenden Argumenten, was die hohe Qualität der Diskussionen unterstrich. Die Jury, bestehend aus Lehrkräften und einer Schülerjurorin, bewertete die Leistungen der Debattierenden nach Kriterien wie Sachkenntnis, Überzeugungskraft, Rhetorik und der Fähigkeit, auf die Argumente der Gegner einzugehen.

Die vier Siegerinnen des Wettbewerbs, die am 28. Januar 2025 zum Regionalausscheid nach Gera fahren werden, sind:

Sally M. – 1. Platz
Leni V. – 2. Platz
Clara L. – 3. Platz       und
Annelie R. – 4. Platz

Zusätzlich haben auch drei Schülerinnen der Altersklasse 2 – Klassenstufen 10 und 12 – die Möglichkeit, am Regionalwettbewerb teilzunehmen: Liese B., Hannah H. und Nelli G. werden ebenso am 28. Januar 2025 gegen Schüler aus Altenburg, Gera und Jena antreten.

Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ ist nicht nur eine Plattform zur Förderung der Rhetorik und des kritischen Denkens, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, sich aktiv an gesellschaftlichen Diskussionen zu beteiligen.

Wir gratulieren den Siegerinnen herzlich und wünschen allen Teilnehmenden viel Erfolg beim Regionalausscheid in Gera!

M. Ziermann

Schülerjurorin Nelli G. mit Sally M. (1. Platz), Leni V. (2. Platz), Clara L. (3. Platz) und Annelie R. (4. Platz) (von links nach rechts).
Bildrechte: M. Ziermann

 

 

Speed Dating mit Politikern

Am 24. Oktober 2024 hatten die 10. Klassen und Sozialkundekurse der Klassenstufe 11 und 12 des Christian Gottlieb Reichardt Gymnasiums die Möglichkeit bekommen, Politikern Fragen zu stellen.
Die Politiker waren Katrin Gersdorf (CDU), Uwe Thrum (Afd), Anja Großmann (SPD), Karoline Jobst (die Grünen), Tim Wagner (FDP) und Daniel Starost (die LINKE). Zu Beginn informierte Dr. Marius Kleinknecht, der bei der Deutschen Gesellschaft e. V. zuständig für Politik und Geschichte ist, über den Tagesablauf. Dieses Einführungsprogramm verdeutlichte noch einmal die aktuelle Lage der Politik.

Daniel Starost (DIE LINKE), Susanne Großmann (SPD), Karoline Jobst (Bündnis 90/Die Grünen), Tim Wagner (FDP), Katrin Gersdorf (CDU), Uwe Thrum (AfD) (v. links nach rechts)

Am Donnerstag trafen sich die Schüler um 8:00 Uhr in der Mensa. Zuerst haben die Schüler einem Vortrag angehört. In diesem ging es über das Wesen der Politik in unserer Region. Dieser ging von 08:00 Uhr bis 08:45 Uhr. Darauffolgend haben die Schüler sich in ihren gemischten Gruppen gefunden und sich Fragen für die Politiker/innen überlegt. In diesen Gruppen waren 10 bis 12 Klässler vertreten. Kurz vor 10 Uhr haben sie sich im oberen Lichtflur versammelt und die Parteivertreter begrüßt, im Beisein der Lehrer und der Schulleitung. Von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr haben sich die Politiker/innen Zeit genommen und die Fragen der Schüler beantwortet. Sobald die Zeit vorbei war, kam Herr Kleinknecht in den Raum und hat mit einer kleinen Glocke geläutet, sodass die Schüler und die Politiker wussten, dass die Fragerunden vorbei waren. Die Parteivertreter sind danach weiter in andere Räume gegangen und haben die neu gestellten Fragen beantwortet. Nach den interessanten Gesprächen, die bei jeder Gruppe 20 Minuten bis 25 Minuten dauerte, haben sich die Schüler wieder versammelt und gemeinsam mit den Lehrern die Politiker/innen verabschiedet. Die Schüler aus den 12. Klassen haben den Politikern noch kleine Geschenke überreicht.

Die Politiker haben sich bemüht, die Fragen der Schüler zu beantworten und diese verständlich zu erklären. Für die jungen Erwachsenen war diese Möglichkeit eine tolle und große Hilfe, um die Politik mehr zu verstehen. Alle Schüler fanden die Veranstaltung sehr interessant und gut organisiert. Durch so einen Projekttag erhält man viele wichtige Erkenntnisse, die man im Internet nicht nachlesen kann. Die meisten Politiker haben auch den Schülern angeboten, solche Tage auch ohne feste Organisation zu veranstalten. Für alle war dieser Tag sehr hilfreich und aufschlussreich.

Die Schüler des Christian-Gottlieb-Reichard-Gymnasiums

Annik M. 10c & Nelli G. 10c

 

Eröffnung des Projekts mit einem Vortrag durch Marius Kleinknecht
Schüler bereiten sich auf das Speed-Dating vor

Speed-Dating mit den Politikern

(Bad Lobenstein, Oktober 2024)

 

Konzentrationslager Laura- ein Ort des Schreckens genau vor unserer Haustür

Im „fröhlichen Tal“ bei Lehesten entstand im September 1943 ein Außenlager von Buchenwald, Laura. Dieses Konzentrationslager war ein Arbeitslager, in dem viele Inhaftierte hart arbeiten mussten und starben.
Mit unserem Projekt wollen wir mehr die Aufmerksamkeit auf solch eine schlimme Zeit in der Geschichte lenken und diese besser veranschaulichen.

Wir, Katharina und Maja der 10. Klasse des Christian-Gottlieb-Reichard-Gymnasiums Bad Lobenstein, haben in der Woche vom 23.09 – 26.09 am Fachübergreifenden Projekt „Bilder vom Tatort- Berliner blau“ teilgenommen.

Am Montag starteten wir um 8 Uhr in Bad Lobenstein am Schulzentrum und fuhren zur Gedenkstätte Laura in Schmiedebach. Vor Ort erzählte uns der Historiker Patrik Metzler viele berührende Informationen über die Gedenkstätte. In der ehemaligen Scheune sollten wir über verschiedene Häftlinge Kenntnis nehmen. Dabei viel uns Hermann van Hasselt, ein ehemaliger Politischer Häftling aus den Niederlanden ins Auge. Er ließ sich viele Jahre nach dem Auflösen des Kz hier begraben, um seinen verstorbenen Kameraden Solidarität zu zeigen.

Dienstags haben wir unser erstes Probeblatt mit der Cyanotopie angefertigt. Am Anfang hatten wir alle wenig Ahnung von dieser Technik, aber mit der Hilfe von Christoph Mauny und den zwei weiteren Künstlern aus Weimar wurde uns es klar. Wir versuchten mit verschiedenen Lichtmethoden, das beste Bild anzufertigen. Probiert haben wir es mit einer normale Lampe, dem Sonnenlicht durch das Fenster und die Sonnenstrahlen draußen. Da Dienstag kein gutes Wetter war und es regnete, gab es verschiedene Probleme mit der Intensität der Bilder. Für die Probeblätter suchten wir verschiedenste Naturmaterialien, wie zum Beispiel Blätter, Moos oder Rinde. Diese Materialien haben wir auf die schon vorbereiteten Blätter gelegt, bis es uns gefallen hat. Danach mussten diese für etwa 20 Minuten, mit einer Glasplatte als Schutz, ins Licht gelegt werden. Dort, wo die Gegenstände platziert waren, bildete sich ein Schatten, der auf dem Blatt weiß erkennbar war. Auf dem restlichen Blatt wurde es blau, das passierte, weil im Voraus die Blätter mit einer speziellen Lösung eingestrichen wurden. Später bestrichen wir selbst in einer Dunkelkammer, die unsere Klassenkameraden gebaut hatten, unsere eigenen Blätter für Mittwoch. Dabei konnten wir alle selbst entscheiden, wie wir die Lösung auftragen wollen. So entstanden bei allen unterschiedliche Muster auf den Blättern, was jedes Bild einzigartig macht.

Wie an den vorherigen Tagen uns schon mitgeteilt wurde, durften wir am Mittwoch unsere eigene Cyanotypie erstellen. Dabei war das Ziel, die Kunst, als auch das Geschichtliche einzubinden. Die Tage davor haben wir uns alle intensiv mit der Geschichte der Gedenkstätte auseinander gesetzt. Wir sammelten genügend Naturalien und andere Sachen, wie Zitate von den Wänden aus der Scheune oder Schlagwörter. Dabei wählten viele den Spruch „We don’t talk about Laura“. Diese Zitate und Motive hielten wir auf Folien fest. Mit den Naturalien und den Folien zusammen, belegten wir eine Glasplatte. Diese konnten wir individuell gestalten. Wir konnten zwischen Hoch- und Querformat entscheiden, aber auch die Anordnung der Materialien. Dabei haben viele Klassenkameraden die Folien und die Naturalien durcheinander angeordnet oder sortiert. Anschließend haben wir unsere bestrichenen Aquarellpapiere geholt und daraufgelegt. Nun mussten wir diese nach draußen legen, damit die UV- Strahlen auf das Blatt gelangen konnten. Glücklicherweise strahlte die Sonne mehr und es gab kein Regen wie am Vortag. Unsere Bilder ließen wir 30 Minuten liegen. Nach dieser Zeit haben wir unsere Bilder abgewaschen, damit die Farbe deutlicher wird. Im Anschluß ließen wir sie trocknen. Unser letzter Auftrag war es, eine Präsentation über unsere Kunstwerke vorzubereiten. Dazu sammelten wir viele Informationen in der Ausstellung, befragten aber auch Herrn Metzler. Dieser Tag verlief problemlos. Jeder hatte Spaß dieses neue Verfahren durchzuführen und dabei seiner Kreativität freien Lauf zulassen. Durch Rückmeldungen der Klassenkameraden erfuhren wir, dass vielen das freie Arbeiten mit Kunst und Geschichte sehr gefallen hat.

Den letzen Tag der Projektwoche starteten wir in der Schule. Dort versammelten wir uns erst und besprachen den weiteren Tagesablauf. Anschließend gingen wir in den Lichtflur und bereiteten alles für die Ausstellung von unseren Bildern vor. Wir spannten Leinen durch den gesamten Lichtflur, doch da traten schon die ersten Probleme auf. Denn oft riss uns ein Teil des Seiles und wir mussten es wieder neu aufbauen. Wir wechselten uns mit unseren Klassenkameraden ab, um unsere Präsentation fertig zu stellen. In der Frühstückspause trafen wir uns alle im Lichtflur bei unserer Ausstellung. Viele Schüler, Lehrkräfte und andere Gäste konnten so unsere Kunstwerke betrachten und Fragen stellen. Am Ende kamen wir zu dem Highlight des Tages, unseren Präsentationen. Dabei stellte jede Gruppe ihre eigene Cyanotopie vor und erklärte etwas zu den Künstlerischen Prozess wie auch zu der Geschichte, die dahinter steckt.

Es hat uns allen sehr viel Freude bereitet.

Zusammenfassend war das Projekt „Bilder vom Tatort- Berliner blau“ einen sehr kreative und lehrreiche Idee. Wir haben uns gefreut an diesem Projekt teilzunehmen und würden es jedem weiterempfehlen. Durch das Künstlerische mit dem Geschichtlichen verbunden, konnte man frei arbeiten, was uns allen Spaß gemacht hat und gleichzeitig eine neue Lernmethoden war. Durch die erstellen Bilder wollen wir mehr auf das Thema rund um die Gedenkstätte Laura aufmerksam machen, damit es niemals in Vergessenheit gerät.

,,We don’t talk about Laura“

Katharina H., Maja G., Kl. 10a

 

(Bad Lobenstein, September 2024)

 

Juniorwahl an unserem Gymnasium: Vorbereitung auf die Landtagswahl 2024
 

Am Montag, den 26. August 2024, fand in Vorbereitung auf die Landtagswahl in Thüringen am 1. September 2024 eine Juniorwahl in unserem Gymnasium statt. 

Diese Wahl, die bundesweit an vielen Schulen durchgeführt wird, soll den Jugendlichen den demokratischen Wahlprozess näherbringen und ihnen ermöglichen, sich aktiv mit politischen Themen auseinanderzusetzen. 

Bereits einige Wochen zuvor starteten die Vorbereitungen der Juniorwahl, unter Führung des Sozialkunde-Kurses der 12. Klasse. Dazu gehörten das Ausfüllen der Klassenlisten, die Eintragung der Namen ins Wählerverzeichnis und das Austeilen der Wahlbenachrichtigungen. Wahlberechtigt waren alle Schülerinnen und Schüler der 9. bis 12. Klassen unseres Gymnasiums. Insgesamt gab es somit 184 Wahlberechtigte. 

Die 9. bis 12. Klassen bereiteten sich im Rahmen des Sozialkunde-Unterrichts bereits mehrere Wochen vor der Wahl intensiv vor. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Ablauf der Wahl, der Bedeutung von Erst- und Zweitstimme sowie den Kandidatinnen und Kandidaten des eigenen Wahlkreises und den Wahlprogrammen der Parteien. In diesem Zusammenhang entstand eine klassenübergreifende Taskcard, auf der alle Wahlplakate gesammelt und anschließend im Unterricht ausgewertet wurden. 

Das „Wahllokal“ (ein Raum unseres Gymnasiums) öffnete um 11:00 Uhr und schloss um 12:30 Uhr. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wurden die Klassen in Zeitslots eingeteilt. Vor der Öffnung des Wahllokals bereiteten die Schülerinnen und Schüler des Sozialkunde-Kurses den Wahlraum vor. Dazu gehörten der Aufbau der Wahlurne und die Vorbereitung der Wahltische mit entsprechenden Sichtschutzwänden. 

Der Wahlvorstand, bestehend aus Liese B. und Lilly L., wurde bereits eine Woche vor der Juniorwahl in einer demokratischen Wahl durch den Sozialkunde-Kurs der 12. Klasse bestimmt. Beide waren während der gesamten Wahl anwesend, um den Schülerausweis sowie die Wahlbenachrichtigung zu prüfen. Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer übernahmen das Abhaken der Wählerverzeichnisse und das Öffnen und Schließen des Wahlurnenschlitzes vor beziehungsweise nach dem Einwerfen der Stimmzettel. Alle Beteiligten achteten darauf, dass die Wahlrechtsgrundsätze – geheim, gleich, frei, direkt und allgemein – gewahrt wurden, wie es auch bei der echten Landtagswahl der Fall ist. 

Nach insgesamt anderthalb Stunden endete die Juniorwahl für die Wahlberechtigten. Der Sozialkunde-Kurs wertete im Anschluss die abgegebenen Stimmen aus. Die Wahlbeteiligung lag bei beeindruckenden 83% und war somit um 9% höher als bei der tatsächlichen Landtagswahl in Thüringen. 

In der Erststimme gewann am Christian-Gottlieb-Reichard-Gymnasium deutlich Uwe Thrum von der AfD mit 40,1% der Stimmen. Es folgten Katrin Gersdorf mit 30,9% und Ralf Kalich mit 21,1%. Das Ergebnis der Juniorwahl spiegelt damit das der Landtagswahl in Thüringen wieder, bei der ebenfalls Uwe Thrum mit 34,3% gewann. Auf ihn folgten Katrin Gersdorf mit 33,5% und Ralf Kalich mit 15,2%. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die politischen Interessen der Jugendlichen denjenigen der wahlberechtigten Bevölkerung Thüringens ähneln.

 

 
Abb.1: Endergebnis Juniorwahl 2024 (Erststimme) am Gymnasium Bad Lobenstein, Quelle: https://www.juniorwahl.de/thueringen.html

Auch bei den Zweitstimmen zeigte sich ein vergleichbarer Trend. An unserem Gymnasium erreichte die AfD 23,7% der Stimmen und war somit die stärkste Kraft. Die CDU erhielt 21,1%, und das BSW erzielte als drittstärkste Partei 19,1%. Die Linke, die ebenfalls die 5%-Hürde überschritt, erreichte 9,2%. Auch die Ergebnisse der Landtagswahl wiesen ähnliche Tendenzen auf: Die AfD erzielte 34,8%, gefolgt von der CDU mit 23,6%. Das BSW erhielt bei der Landtagswahl allerdings weniger Zweitstimmen, nämlich 15,8%, während die Linke leicht höhere Ergebnisse mit 13,1% erreichte. 

Abb. 2: Endergebnis Juniorwahl 2024 (Zweitstimme) am Gymnasium Bad Lobenstein, Quelle: https://www.juniorwahl.de/thueringen.html

Die Wahltendenzen, die sich nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern unseres Gymnasiums zeigen, sind auch in der statistischen Auswertung der Juniorwahl für ganz Thüringen erkennbar. 

Abb. 3: Endergebnis Juniorwahl 2024 (Zweitstimme) in Thüringen, Quelle: https://www.juniorwahl.de/thueringen.html

Das Ergebnis der Juniorwahl spiegelt die politischen Interessen der Schülerinnen und Schüler wider und bietet wertvolle Einblicke in ihre politischen Präferenzen. 

Insgesamt lieferte die Juniorwahl an unserer Schule allen beteiligten Schülerinnen und Schülern viele hilfreiche Erkenntnisse, um auf zukünftige „richtige“ Wahlen besser vorbereitet zu sein. 

 

Wir, als Wahlvorstand, danken allen Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement, den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für das Auszählen der Stimmen, den anwesenden Lehrkräften und besonders unserer Sozialkundelehrerin Frau Ziermann, ohne deren Unterstützung ein solches Projekt nicht möglich gewesen wäre. 

 

Wahlvorstand

 

(Bad Lobenstein, August 2024)





06.10.24 Thank You and Goodbye – Schüleraustausch in Amerika

Dankeschön!

„Friendship knows no boundaries; it sees no color, speaks no language, and crosses no borders. It is the universal language of the heart.“

Starting with this quote we want to thank you!

Thanks to the school administrations of Washington High School and O’Gorman High School, we appreciate your vision and dedication in fostering global connections through programs like the German American Partnership.

Our heartfelt thanks go out to the teachers and staff who guided us during this exchange and opened their classroom doors.

To our host students and families, we are grateful for your warm welcome and friendship. You made us feel like part of your extended family, and the moments we shared were filled with laughter and learning. We cannot thank you enough for opening your homes and hearts to us. Your hospitality and kindness made our stay comfortable and memorable. The bonds we formed with you are a testament to the power of international friendships.

Once again, we extend our heartfelt appreciation to each one of you for making the GAPP exchange possible. We are excited to continue nurturing the friendships we’ve established and to carry the lessons learned during this exchange throughout our lives.

Danke, Warriors!

Danke, Knights!